Der in Mannheim geborene Sohn afrikanischer Eltern ist mit den "Söhnen Mannheims" musikalisch sehr erfolgreich. Seine Songs erzählen vom Himmel, von der menschlichen Seele und sind oft eine regelrechte Hymne an Gott.
Meine Eltern sind Katholiken; da war sonntags immer Kirche mit Kindergottesdienst angesagt. Dann wurde ich sozusagen als Messdiener dem Pfarrer versprochen. Ich war einige Jahre als Messdiener tätig, habe im Jugendchor gesungen und war in der Jungen Gemeinde. Mit 16 Jahren hörte ich auf, am Gemeindeleben teilzunehmen.
Ich habe die größten Probleme mit der katholischen Kirche - überhaupt mit den meisten Kirchen - weil ich in dieser Zeit in der Kirche nichts anderes gesehen habe, als Jesus am Kreuz und einen Pfarrer, der davor steht und die Messe zelebriert. Das stelle ich mittlerweile in Frage. Ich habe nichts weiter mitbekommen, als eine Art Gottesfurcht, für die ich jedoch dankbar bin. Als 1992 das „Jahr der Bibel“ war, habe ich an Silvester 91/92 das erste Mal in der Bibel gelesen und bin aus allen Wolken gefallen. Ich habe einfach nur gedacht: Was haben die mir denn all die Zeit erzählt? Warum weiß ich davon nichts? All die Heiligen in der katholischen Kirche, der Papst – ich könnte die nie vor Gott stellen. Ich habe drei Jahre im Alten Testament gelesen. Ich habe es verschlungen. Wow! Jesaja, Jeremia, die zwölf Prophetenbücher, das ist ja eine ganz andere Welt! Sie sprechen immer noch von aktuellen Dingen.
Du bist einfach nur da, um Gott zu loben, ihn tagtäglich zu suchen und zu finden. Für mich gibt es keinen Zweifel. Ich habe nicht einen Glauben an Gott, sondern ein Wissen um Gott. Was ich hier alles sehe, sehe ich als Geschenke, die unser Leben und unsere Umgebung so langsam zum Himmel machen.
Und Krankheiten, schlimme Schicksale, dass es Probleme gibt, ist auch ein Geschenk. Vielleicht auch, dass ich aus den Problemen heraus immer gute Musik und Lieder schreiben kann. Ich habe mit meinem Vater, der 1992 verstorben ist, sozusagen auch den Tod im Haus gehabt. Ich habe meinen Vater in den Tod begleitet, eng umschlungen, und ich habe gelitten. Ich habe ein gutes Verhältnis zum Tod.
Die Jahre 1993 und 94 waren wahrscheinlich für viele Leute in meinem Umfeld einfach unerträglich. Sie hätten wohl besser damit umgehen können, wenn ich gesagte hätte: Ich habe ein Ufo gesehen! Aber zum Glauben oder zu Gott zu finden, das war für viele einfach nicht tragbar. Sie dachten, ich sei durchgeknallt, zuviel Marihuana oder was auch immer. Ich sagte mir dann: Na gut, ich brauche euch nicht. Ich brauche nur Gott, sonst gar nichts!
Wenn es darauf ankommt, will ich lieber allein durchs Leben gehen und Gott haben. Da würde ich sogar meine Mutter in die Wüste schicken, tut mir leid. Da gibt es nichts!
Quelle: www.gott.info
